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re:claim digital future

 

Die digitale Zukunft braucht uns alle. Deshalb setzen wir als re:publica seit 2025 gemeinsam mit der Stiftung Mercator klare Prioritäten: für eine vielfältige und demokratische digitale Öffentlichkeit. Und eine Verwaltung und Politik, die den digitalen Wandel aktiv gestaltet.

 

Die Stiftung Mercator stärkt die re:publica als Plattform für den kritisch-konstruktiven Austausch über Digitalpolitik zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien, Politik und Wirtschaft. Gemeinsam schaffen wir damit Räume für Ideen und Lösungen rund um eine digitalisierte Gesellschaft, die Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt.

 

Dabei unterstützt uns die Stiftung Mercator in mehrfacher Hinsicht: 

  • Im Programm-Special „re:claim Digital Future“ setzen wir jedes Jahr gemeinsam inhaltliche Impulse auf der re:publica Berlin. Dafür kuratieren wir thematisch passende Sessions und holen gezielt internationale Stimmen auf die Bühne.
  • Mit neuen Formaten vernetzen wir außerdem unsere Community, Speaker*innen und relevante Stakeholder – für einen vielfältigen Austausch über die demokratische Gestaltung der digitalen Transformation. 
  • Mit dem Podcast-Special „Die digitale Zivilgesellschaft“ diskutieren wir das ganze Jahr im re:publicast gemeinsam mit Expert*innen aus unserer Community zentrale Fragen einer demokratisch gestalteten Digitalisierung.

In diesem Jahr setzen wir den Fokus auf digitale Souveränität. re:publica-Co-Gründer Markus Beckedahl ordnet ein, warum dieses Thema dieses Jahr besonders wichtig ist:

zitat markus mercator

Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Handlungsfähigkeit. Eine Demokratie, die ihre eigene technologische Grundlage nicht versteht, nicht mitgestaltet und nicht kontrolliert, verliert mittelfristig ihre Entscheidungsfreiheit – leise, schleichend, per AGB.

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Markus Beckedahl
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Credit: Jason Krüger
Markus Beckedahl

Co-Founder & Head of Curation re:publica; Founder Digitalrechte

re:publica | Zentrum für Digitalrechte und Demokratie

Wir haben uns abhängig gemacht. Von wenigen Unternehmen, die unsere digitalen Infrastrukturen dominieren und kontrollieren. Sie entscheiden, wie wir kommunizieren, wie wir uns informieren, welche Stimmen sichtbar werden – und welche nicht. Das ist zu viel konzentrierte Macht in zu wenigen Händen.

Seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump zeigt sich eine neue Herausforderung: Über Sanktionen, Exportkontrollen oder den US-Cloud-Act lässt sich jederzeit Druck aufbauen – auf Verwaltungen, Unternehmen und jede einzelne Nutzerin. Gleichzeitig zögert die EU-Kommission, ihre eigenen Regeln zum Schutz von Demokratie und Wettbewerb konsequent durchzusetzen. Aus Angst vor Autozöllen und diplomatischen Verwerfungen.

Das Ergebnis: Startups leiden unter wenig Wettbewerb, gemeinwohlorientierte Kommunikationsräume haben weniger Chancen, und es mangelt an demokratischer Gestaltungsmöglichkeiten über die Infrastrukturen, auf denen unser öffentliches Leben stattfindet. Behörden, Schulen, Krankenhäuser, Medien – alle hängen an Systemen, die sie nicht selbst in der Hand haben.
Dass es anders geht, zeigen andere. Schleswig-Holstein steigt Schritt für Schritt auf offene Software um und gewinnt die Kontrolle über seine Verwaltung zurück. Frankreich baut eigene Werkzeuge, eigene Clouds, eigene Infrastrukturen. Beide zeigen: Digitale Souveränität ist kein abstraktes Konstrukt. Sie ist die Voraussetzung dafür, als Demokratie selbst entscheiden zu können.

Wie schaffen wir es als Gesellschaft, Wege aus dieser Abhängigkeit zu finden? Wie bauen wir gemeinwohlorientierte Strukturen, die uns gehören – und nicht umgekehrt? Das ist eines der Top-Themen der re:publica in diesem Jahr.
 

Sessions

re:claim Digital Future: Rückblick