Wollt Ihr ewig leben? Vom Fluch der Unsterblichkeit und Segen der Biotechnologie

Thomas Ramge

06.06.2023 16:15–17:15
German
Science & Technology
#Zukunft & Utopie
Wird der alte Menschheitstraum vom ewigen Leben bald wahr? Molekularbiolog:innen und Genetiker:innen verstehen den Bauplan des Lebens immer besser. Doch was hieße ein extrem langes Leben oder gar Unsterblichkeit für uns: ein Vielfaches an Lebenschancen und Erfahrungen? Oder Überbevölkerung und unendliche Langeweile?

Der Wissenschaftsautor Dr. Thomas Ramge erklärt in seinem Vortrag sachkundig und verständlich die Wege, auf denen die Langlebigkeits-Medizin den Tod besiegen will. Er hinterfragt, ob und unter welchen Bedingungen dies ein wünschenswertes Szenario für den Einzelnen oder ganze Gesellschaften sein könnte – oder ob Schopenhauer doch Recht behält, dass die so oft beklagte Kürze des Lebens vielleicht das Beste am Leben ist.

Auf folgende Fragen werden die Zuschauer:innen Antworten (und Impulse) bekommen:

  • Wer forscht zurzeit mit welchen Ansätzen an Longevity? Und wer finanziert diese Forschung aus welchen Motiven?
  • Wie wahrscheinlich sind sprunginnovative Durchbrüche?
  • Welche Rolle spielen dabei "Science-Fiction“-Technologien (Mind-Upload, Cryonik, Mini-Roboter in Blutbahnen etc.)?
  • Was hieße ein extrem langes Leben für den Einzelnen?
  • Welche gesellschaftlichen Konsequenzen hätte Longevity? Und welche Gerechtigkeitsfragen müssten neu/anders verhandelt werden?

Dabei gibt es viele Bezüge zum Motto der diesjährigen re:publica. Wer über Longevity spricht, muss auch über Geld reden. 

Können sich nur jene superreichen Tech-Gründer:innen Langlebigkeit leisten, die heute die Longevity-Startups finanzieren? Käme es zu einer Zwei-Klassen-Medizin hoch 2, von der der globale Süden ausgeschlossen bliebe? Was hieße Langlebigkeit für Rente und Altersvorsorge?